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Der Flammentag
2012

Ist es der Rhythmus der Sonne,
die Verbrennung?,
frag ich.

Brennt der Tag in Flammen, roter
Pinselstrich auf zahmer Leinwand,
wie der Brand des Flammentages
sich ergibt in Feuerzungen.
(Brennt der Tag in Flammen, roter
Pinselstrich auf zahmer Leinwand)
Schicksalsmaler.
Geht die Zeit in goldner Lohe
geht die Zeit der Glimmen-Nacht.
Geht die Zeit vergehend, glühend,
zeitnah führt der Flammenstrom.

Brüllt und zürnt empor, das Feuer
Wirrheitsbild getarnten Frühlichts
jeder Zerfall jedes Zeugens
bildet sich in Feuersäulen.
(Tut den Augen gut das Feuer,
blinde Pflicht latenter Schatten)
Feuermeerkunst.
Nun erblindend lodern Träume
im hellsichtig klaren Schlaf,
Seht die Folgen, seht euch um, die
Zukunft weist den Flammentag.

Gestirn, es fühlt sich nahe,
wie im Vulkan das Leid.
Sein Trost ist grell und flackernd,
sein Fluch ein Hitzehauch.

Feuersbrunst in Zeit der Keime
nahm uns Wärme, nahm uns aus.
Denn wir sind noch dieselben Jäger,
wir sind noch der Funkenflug.
Doch der Rhythmus, die Verbrennung, doch
die Sonne ferner Haut.
(Doch der Rhythmus, die Verbrennung, doch
die Sonne ferner Haut)
Aufgeklärt in heikler Bö,
wie der Wind uns irreführt
in den zauberhaften Blitzfang,
zum endlosen Denkanfall.
Nun erblindend lodern Träume
im hellsichtig klaren Schlaf,
Seht die Folgen, seht euch um, die
Zukunft weist den Flammentag.



2017 © Javier Party